Mein erstes Auto

Prüfung bestanden - Lernstress vorbei

Der nächste Gedanke liegt auf der Hand - hinters Steuer, ein paar FreundInnen einladen und erst mal eine ausgedehnte Runde drehen. Doch Moment, irgendetwas fehlt. Hinter welches Steuer klemmt man sich für die große Premiere? Nun, für den Anfang findet sich schon wer, der einem großzügigerweise das Auto leiht.

 

Aber dann?

Irgendwann steht fast jede/r vor der freudigen, aber auch schwierigen Entscheidung: "Welches Auto kauf ich mir?"

Das Angebot an Neuwagen und Gebrauchtwagen ist größer als je zuvor. Ständig kommen neue Modelle auf den Markt und schließlich hat man ja gewisse Vorstellungen von seinem Ersten. Und egal wofür das eigene Herz schlägt, man ist sicher gut beraten mit jemandem zu sprechen, der/die schon einige Autokäufe hinter sich hat und sich zudem einige grundlegende Fragen zu stellen:

 

 
  • Werde ich mit dem Auto viel unterwegs sein? Davon hängen in erster Linie die Treibstoffkosten (Benziner oder Diesel?), aber auch die Servicekosten ab. Der Durchschnitt in Österreich liegt bei ungefähr 15.000 km im Jahr.
  • Habe ich vor, das Auto nach einer bestimmten Zeit wieder zu verkaufen? Wenn ja, sollte man tunlichst darauf achten, dass das Fahrzeug ohne zu großen Wertverlust wieder an den Mann/die Frau zu bringen ist. Die einfachste Faustregel dafür: Je öfter ein Modell als Neuwagen gekauft wird, desto größer ist auch die Nachfrage am Gebrauchtwagenmarkt. In Österreich ist ein Dieselmodell gefragter als ein Benziner und ein Auto unter 110 PS sicher leichter zu verkaufen, als eines mit einem stärkeren Motor.
  • Wie werde ich das Auto finanzieren? Leasinganbieter gibt es genug und der Vergleich zahlt sich im wahrsten Sinn des Wortes aus. Doch am wichtigsten ist alle Kosten zu berücksichtigen, die ein Auto mit sich bringt: Leasingrate, Versicherung, Motorsteuer, Treibstoff und allfällige Zusatzkosten wie Anmeldegebühren, Autobahnvignette, Service, Winterreifen usw. ... Gleiches gilt natürlich auch für jene, die das Auto bar bezahlen.
  • Was im Auto drin und dran sein soll, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen. Was dem/der einen die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ist dem/der anderen der schwarze Metalliclack (oder so ähnlich). Aber auch hier gilt: Für exotische oder nachträglich eingebaute Zusatzausstattungen wird beim Wiederverkauf im Allgemeinen weniger bezahlt, als für gebräuchliche Mehrausstattungen oder Serienausstattung.
  • Und wenn's ums Thema Sicherheit geht, sollte der Spargedanke, vor allem beim Gebrauchtwagenkauf. am ehesten hintenanstehen. Vier Airbags, und das elektronische Stabilisierungsprogramm ESP sind eine gute Grundausstattung. Ein höhenverstellbarer Fahrersitz und ein verstellbares Lenkrad leisten einen guten Dienst zur passiven Sicherheit, denn wer besser sitzt hat einen besseren Überblick und fährt entspannter. Und wenn die Eltern, Oma oder sonst jemand finanziell hilfreich zur Seite stehen, sollte dieses Thema auch zur Sprache gebracht werden.

 

 

Einfach gesagt, fährt man sicherlich am Besten (und am Nervenschonendsten), wenn das erste Auto mit Herz und Hirn gekauft und mal eine Stufe kleiner begonnen wird, als ursprünglich geplant. Fürs Aufsteigen bleibt ja noch jede Menge Zeit. Und wer sich besser informiert und sich eher ein paar Tage mehr als zu wenig Zeit nimmt, hat am Ende mehr davon - mit Garantie.