Probeführerschein

Jeder neue Führerschein (alle Klassen außer F) ist in den ersten zwei Jahren ein Probeführerschein. Für die L 17 KandidatInnen dauert die Probezeit bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres.

Innerhalb der Probezeit gilt eine Alkoholgrenze von 0,1 Promille (statt 0,5 Promille).

Wird innerhalb der Probezeit gegen die 0,1-Promille-Grenze verstoßen oder ein sonstiges Verkehrsstrafdelikt begangen, kann von der Behörde eine Nachschulung angeordnet werden.

Mit der Anordnung einer Nachschulung verlängert sich die Probezeit bzw. beginnt eine neue Probezeit von einem Jahr zu laufen, falls zwischen Deliktsetzung und Anordnung der Nachschulung die zweijährige Probezeit abgelaufen ist.

  Sollte der Anordnung der Nachschulung innerhalb von 4 Monaten nicht nachgekommen werden oder arbeitet die/der Nachzuschulende bei der Nachschulung nicht mit, wird
die Lenkberechtigung bis zur Befolgung der Anordnung entzogen. Die Kosten der Nachschulung hat die/der Nachzuschulende zu tragen.

Hinweis: Die Verlängerung der Probezeit oder ein Neubeginn der Probezeit wird in den Führerschein eingetragen.

Bei weiteren Verstößen wird die Probezeit nochmals verlängert. Begeht jemand innerhalb der
3. Verlängerung der Probezeit einen neuerlichen schweren Verstoß, so wird von der Behörde
das Entziehungsverfahren eingeleitet.

Schwere Verstöße, die zu einer Nachschulung führen und die Probezeit verlängern:

  • Nichtanhalten nach einem Verkehrsunfall - Fahrerflucht
  • Fahren gegen die zulässige Fahrtrichtung
  • Fahren entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung auf Autobahnen (GeisterfahrerIn)
  • Überholen unter gefährlichen Umständen
  • Nichtbeachten der Verkehrszeichen "Überholen verboten", "Überholverbot für Lkw"
  • Verletzung des Vorranges
  • Nichtbeachten des Armzeichens "Halt"
  • Nichtbeachten des Rotlichtes oder des gemeinsam mit dem roten Licht leuchtenden Gelblichtes
  • Geschwindigkeitsübertretungen von mehr als 20 km/h im Ortsgebiet und mehr als 40 km/h außerhalb
  • Fahrlässige Tötung oder fahrlässige Körperverletzung begangen als LenkerIn (Verkehrsunfall)
  • Überschreitung des Alkoholverbots (max. 0,1 Promille)