Führerscheinausbildung

Die Fahrausbildung ist immer in einen theoretischen Teil und in einen praktischen Teil gegliedert. Der Theorieunterricht ist in den meisten Fahrschulen multimedial gestaltet. Modelle von Fahrzeugen, Bilder, Filme und Animationen erleichtern das Verstehen der fremden Materie.

Natürlich gibt es auch Übungs-PCs in der Fahrschule, in der du die Prüfungsfragen lernen und üben kannst. Prüfungssimulationen geben dir Auskunft, ob du schon reif für die Prüfung bist. Für zu Hause gibt es das Lernprogramm "Steig ein" und die Bücher aus der Serie "Sicher Fahren" (Sicher Auto fahren, Sicher Zweirad fahren, Große Brummer, Sicher Traktor fahren und Sicher Bus fahren).

 

Vollausbildung in der Fahrschule

Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung für alle Klassen von Lenkberechtigungen hat nach dem Lehrplan im Ausmaß der dort jeweils angegebenen Mindestunterrichtszeiten zu erfolgen. Sie besteht aus dem allgemeinen Teil und den klassenspezifischen Teilen, sofern bei Erweiterungen nichts anders vorgesehen wird.



Klassenspezifische Teile:

A   8 UE
B   6 UE
B+E   4 UE
C1   8 UE
C 10 UE
C (Ausdehnung von C1)   4 UE
C+E/C1+E, D+E   6 UE
D (Ausdehnung von B) 12 UE
D (Ausdehnung von C)   4 UE
F   8 UE
 

Praktische Ausbildung: Die Mindestdauer der praktischen Ausbildung beträgt für:

A 12 UE auf einem Motorrad; davon müssen mind. 8 UE auf öffentlichen Straßen durchgeführt werden
B
  • Vorschulung 3 UE
  • Grundschulung 3 UE
  • Hauptschulung je nach Können und Fortschritt der/des Fahrschülerin/s
  • Perfektionsschulung 5 UE, einschließlich Sonderfahrten im Ausmaß von 3 UE (die Sonderfahrten umfassen jeweils 1 UE Nachtfahrt, 1 UE Autobahnfahrt und 1 UE Überlandfahrt)
  • Prüfungsvorbereitung 1 UE
B und B+E  zusätzlich zur Klasse B 2 UE B+E
B und C/C1  20 UE, davon 8 B, 12 C/C1

B und C/C1+E

 22 UE, davon 8 B, 10 C, 4 E
B und D  20 UE, davon 8 B, 12 D
B und C/C1 und D  26 UE, davon 8 B, 10 C/C1, 8 D
B und C/C1+E und D  28 UE, davon 8 B, 8 C/C1, 8 D, 4 E
F 4 UE

 

Anstelle der Hauptschulung für die Klasse B in der Fahrschule können auch Übungsfahrten gemäß § 122 KFG 1967 absolviert werden.

 

Mindestschulung in der Fahrschule

Im Rahmen der Mindestschulung in einer Fahrschule in Verbindung mit Übungsfahrten mit einer/m privaten BegleiterIn sind:

  • eine theoretische Schulung im Ausmaß von mindestens 8 UE,
  • eine theoretische Einweisung gemeinsam mit dem Begleiter im Ausmaß von 1 UE und
  • eine praktische Ausbildung im Ausmaß von mindestens 12 Unterrichtseinheiten zu absolvieren.

 

Praktische Ausbildung:
Die praktische Ausbildung besteht aus folgenden Teilen jeweils im Ausmaß der angegebenen UE:

  • Vorschulung 3 UE
  • Grundschulung 3 UE
  • Beobachtungsfahrt gemeinsam mti dem/der BegleiterIn nach mindestens 1000 gefahrenen km 1 UE
  • Perfektionsschulung 4 UE, inkl. Sonderfahrten im Ausmaß von 2 UE (die Sonderfahrten umfassen jeweils 1 UE Nachtfahrt und 1 UE Autobahnfahrt)
  • Prüfungsvorbereitung 1 UE

 

Voraussetzungen für den/die BegleiterIn:

  • Er/Sie muss mindestens seit 7 Jahren die Lenkberechtigung der Klasse B besitzen.
  • Ein Fahrpraxisnachweis für die letzten drei Jahre muss vorgewiesen werden können.
  • Es darf kein schwerer Verstoß gegen die Vorschriften der StVO oder des KFG während der letzten 3 Jahre vorliegen.

 

Duale Ausbildung Klasse B

Die duale Ausbildung ist eine Mischung aus Voll- und Mindestausbildung, wobei der Theorieunterricht der Vollausbildung (26 UE + 6 UE Klasse B) und der praktische Teil der Mindestausbildung kombiniert werden (12 Fahrstunden + 1000 km).

 

L17-Ausbildung

Unter der L17-Ausbildung versteht man die vorgezogene Ausbildung für die Klasse B, bei der nach einer Vollausbildung 3000 km mit einem Begleiter gefahren werden müssen. In diesem Fall kannst du mit Vollendung des 17. Lebensjahres bereits deinen Führerschein erlangen. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres gilt die vorgezogene Lenkberechtigung automatisch als eine normale Lenkberechtigung der Klasse B.

Voraussetzungen:

  • Du musst das 16. Lebensjahr vollendet haben.
  • Bei der Anmeldung in einer Fahrschule zur vorgezogenen Ausbildung musst du ein oder zwei BegleiterInnen bekannt geben, die dich während dieser Ausbildung begleiten.

 

Voraussetzungen für den/die BegleiterIn:

  • Er muss mindestens seit 7 Jahren die Lenkberechtigung der Klasse B besitzen.
  • Ein Fahrpraxisnachweis für die letzten drei Jahre muss vorgewiesen werden können.
  • Zwischen dem Bewerber und dem Begleiter soll ein besonderes Nahverhältnis bestehen.
  • Es dürfen keine schwere Verkehrsübertretungen während der letzten 3 Jahre vorliegen.

 

Theoretische- und praktische Ausbildung
Für die Ausbildung in der Fahrschule benötigt man in der ersten Phase:

  • mindestens 26 Einheiten Basisunterricht
  • mindestens 12 praktische Fahrlektionen
  • ein Vorgespräch zwischen AusbildnerIn, BewerberIn und BegleiterIn, in dem die praktische Anleitung für die Durchführung der Übungsfahrten besprochen wird.

 

Ausbildungsfahrten
Bei den Ausbildungsfahrten müssen du und dein/e BegleiterIn für jede Fahrt ein entsprechendes Protokoll schreiben. Bei den Fahrten ist folgendes zu beachten:

  • Das Fahrzeug muss vorne und hinten mit Tafeln der L-17-Ausbildungsfahrt, gekennzeichnet sein.
  • Das strikte Alkoholverbot (max. 0,1 Promille) dürfen du und dein/e BegleiterIn nicht missachten.
  • Begleitende Schulung nach 1000 km und nach 2000 km, mit je 1 Fahrlektion und ein individuelles Gespräch
  • Abschließende Ausbildung
  • 3 Fahrlektionen mit dem Schulfahrzeug der Fahrschule (Prüfungssimulationen und Autobahnfahrten)
  • Ein individuelles Gespräch mit dem/der FahrlehrerIn